Archiv der Kategorie: Kenia

the disc initiative – update

en

 

über charles und sein disc projekt in der nähe von nairobi hab ich ja mal bertchtet und es auch besucht.

https://temppage2013.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=483&action=edit

zuletzt hat er dann endlich doch noch sein visum bekommen und konnte deutschland besuchen. dabei hat er sein projekt unter anderem auch am max-planck-gymnasium und an der uni trier vorgestellt. ich hoffe alle hatten viel spaß und die guten ideen verbreiten sich.

 

wer das projekt unterstützen will, kann unter folgendem link unkompliziert was spenden. konkret geht es um die einrichtung eines internetcafes und die ausbildung der menschen im ländlichen raum am computer, um ihre chancen am arbeitsmarkt zu erhöhen. federführend für die aktion ist george, den ich ja auch in kenia kennengelernt habe und der in berlin wohnt, und seine initiative leapfrog.

gutes ding.

hier der spendenlink über die plattform betterplace.org mit projektbeschreibung:

https://www.betterplace.org/de/projects/15210

 

 

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kenia in trouble

den beitrag hatte ich komplett vergessen zu posten.

 

is auch nicht viel:

 

ich lasse kenia hinter mir, dieses großartige land, das alles hat.

leider auch 40 stämme, und regierungschefs, die klientelpolitik betreiben. regierungschef und vertreter angeklagt wegen anstiftung zu unruhen vor dem internationalen gerichtshof und jetzt die terroranschläge in nairobi. tricky times. good luck for the country and the people i met.

kenia coast

es ist jetzt schon ein bisschen her, seit ich etwas aufs virtuelle papier gebracht habe, was mannigfaltige, aber keine allzu bedeutenden gruende hat. das groesste problem ist wohl die oft schlechte internetverfuegbarkeit, insbesondere wenns um den upload von bildern geht, manchmal fehlte aber auch die inspiration, oder die zeit, was fuer die berufstaetigen komisch klingen mag, aber es passiert halt auch viel und man ist viel unterwegs.
ich fass also mal ein bisschen zusammen, was so passiert ist und blicke aus suedafrika zurueck an die kueste am anderen, dem oestlichen ende des kontinents.
nach den ganzen viechern, dem verkehrschaos und der armut der staedte und und und hatte ich ein bisschen die schnauze voll und wollte endlich mal in den indischen ozean hopsen und ein bisschen am strand rumliegen. deshalb hab ich den urspruenglichen plan von nairobi nach arusha (tansania) zu fahren geskippt und bin stattdessen mit dem nachtzug nach mombasa. zugfahren is ja auch mal ein erlebnis und so viele linien gibt es in ostafrika nicht. war auch ganz bequem zum pennen, bequemer als der bus jedenfalls, und in meinem 2te klasse schlafabteil war ausser mir auch keiner, also tiptop. leider hatte unser schienenfreund aber gleich mal 7 stunden verspaetung, was ja mal ziemlich ordentlich ist, wuerd ich sagen. im zug neben zwei netten maedels aus bayern auch die maasai-polen und ein krasser hippie, der zum essen mal grad nur mit einer duennen decke umschlungen antanzte. mit ihm an bord seine schwabbelbaeuchige, aber nichtsdestotrotz bauchfrei tragende indiofreundin und alles, was nach drei wochen minimum ohne dusche so haengenbleibt. den typ fanden alle eklig und scheisse. ich fand den ganz unterhaltsam und hab ein bisschen mit ihm gequatscht. macht halt sein freie liebe keine arbeit auch egal ding, aber die lebensfreude strahlte nur so aus seinen blauen augen und er hatte ein gewinnendes laecheln. und ne klaffende eitrige wunde am arm. da haben sie am straßenrand genaechtigt und ein typ warnt sie noch, dass er grad ueberfallen wurde. das fand der rastavogel aber so spannend, dass er sich dem bewusst aussetzen wollte, wie er sagte, um eine solche extremsituation mal zu durchleben. hat auch direkt geklappt, denn 10 minuten spaeter haben sich zwei typen auf ihn und die dicke gestuerzt. dumm nur, dass der eine ne machete hatte. trotzdem hat er sie irgendwie mit hieben, einem holzstock und viel geschrei in die flucht geschlagen. die wunden am arm und an den haenden hat er sich eingefangen, als der angreifer mit der machete auf ihn los ist, war zum glueck nicht so scharf. krasser typ.

in mombasa hab ich versucht, meine kamera reparieren zu lassen. die kleinen hinterhofmonteure koennen das ja eh meist am besten, wissen wir doch seit der preisverdaechtigen halbdoku „stellungswechsel“ auf rtl 2, wo immer zwei berufstaetige den arbeitsplatz wechseln und auf nem anderen kontinent muessen. da waen die afrikanischen automechaniker auch die geilsten improvisations- und flickkuenstler. hier allerdings nicht. denn nachdem ich dem mechanikfuzzi klargemacht hab, dass er die kamera nur oeffnen soll, wenn er das ding auch wirklich flicken kann, damit er nicht meine garantie zerstoert, hat er sich ne nacht schlaugemacht und mir die niederschmetternde botschaft ueberbracht, dass panasonic leider in ostafrika noch nicht so richtig angekommen ist und keine geschaefte unterhaelt und dass es deshalb weder ersatzteile noch passendes werkzeug gibt. ich hoff dass klappt dann in suedafrika!
aus lauter verzweiflung hab ich esther gebeten, mir jetzt doch meine spiegelreflex zu schicken, was sie auch geschafft hat. wollte die dann in windhoek, namibia im hostel abholen. bis jetzt ist sie aber noch nicht da. dhl-tracking sag: grade durch den zoll im empfaengerland. die rezeptionslady vom hostel will sie mir nachschicken. das wird noch was. naja, deshalb, alle fotos, die ihr hier seht von den naechsten stationen hab ich von anderen leuten geschnorrt und einmal hab ich mir ne kamera geliehen und mit dem ueblen teil geknippst. danke an die edlen spender.
zurueck nach mombasa. mit dem taxi bin ich dann mit der faehre uebergesetzt und ab nach tiwi-beach. traumstrand. indischer ozeanpalmenidyll. da is mir dann das handy runtergefallen, der vollstaendigkeit halber hab ichs dann in malindi verloren. zum glueck is es noch nicht abbezahlt ;.) ich schreibs nur zur erklaerung fuer meine fotomisere und: die actionunterwasserrolleibulletcam … hat nen dicken kratzer auf der linse. fototechnisch lauefts nicht so richtig rund. aber das wird schon wieder. also: tiwi-beach. traumhaft schoen fuer paerchenurlaub. die bayerischen madel sind auf drei angewachsen und wir hatten nen lustigen abend auf bayrisch in kenia. kruzifixnochoamol. gsuffa. hab die damen dann spaeter in dianibeach wiedergetroffen, aber nur ganz kurz. schade, alles gute an euch.

und eh das jetzt zu kompliziert wird, sortier ich mal ein bisschen die route: also ich bin nach mombasa – tiwi beach, dann nach norden nach malindi, um die russen zu treffen. dann weiter nach lamu, an der grenze zu somalia und dann wieder nach sueden nach mombasa zum diani beach. anschließend runter nach shimoni und wasini an der grenze zu tansania von wo es dann mit dem schiff auf die insel pemba und dann weiter nach sansibar ging. eine ziemlich rennerei. deshalb jetzt nicht chronologisch, sondern geographisch von nord nach sued geordnet ein paar eindruecke:

lamu ist eine wunderschoene kleine insel an der nordoestlichen kueste von kenia. haben alle von geschwaermt, weshalb ich den umweg auf mich genommen hab. und es ist wirklich superschoen. es gibt keine straßen und autos oder motorraeder, sondern alles wird mit ca. 3000 eseln transportiert, die dann auch einfach ueberall rumstehen. es gibt sogar eine eselklinik, was dann wohl sowas wie die werkstatt ist. und einmal im jahr das große eselrennen. leider nicht als ich dort war. das staedtchen selbst ist die aelteste noch bestehende stadt ostafrikas und besteht aus einem labyrinth verwinkelter gassen. viele hauser sind aus korallen gebaut und mit riesigen, großartig geschnitzten holztueren bestueckt. eine typische swahelische stadt, islamisch gepraegt. das ganze hat einen sehr entspannten vibe und die leute sind nicht so aufdringlich stressig wie in den großstaedten.hat aber auch was mit der islamischen praegung zu tun, denke ich, und der haendler- und seemannsvergangenheit der stadt. die sagen halt ihren preis und nehmen den dann auch freundlich aber bestimmt. entlang der kueste gelangt man dann nach shela, was ein bisschen cleaner und more poshed is. hier hat auch prinz albert von monaco ne villa und er soll ganz nett sein und gut trinkgeld geben. nur einmal hat er sich mit nem deutschen discobesitzer angelegt, weil der nachts ne party geschmissen hat und das dem prinzen zu laut war. da hat er mit ein paar leibwaechtern geklingelt und sich beschwert. war dem discotyp aber wumpe und ob dieser majestaetsbeleidigung hat der prinz ihm eine reingehauen. kein quatsch, haben mir unabhaengig voneinander drei einheimische erzaehlt. das hat sich dann außergerichtlich geklaert und seitdem hat der deutsche noch ein schoenes haus. gegenueber die miniinsel manda. und da stehen ein paar wunderschoene riesenvillen am eigenen strand. is doof fuer die einheimischen, weil die frueher an den straenden abgehangen haben. die besitzer sind meist eh nicht da, und den besten job haben wohl die hausmeister, denn die koennen da fast das ganze jahr chillen und wenn der chef sich meldet, wird schnell mal aufgeraeumt. in lamu bin ich dann, man glaubt es nicht, zum dritten mal den russen ueber den weg gelaufen, da war die wiedersehensfreude natuerlich groß! und am letzten abend hab ich dann noch ein ganz cooles lokales maedel getroffen, die dann auch noch bis mombasa mitgekommen ist. aber so locker und entspannt sie am anfang war, hat sie irgendwann die afrikanische krankheit eingeholt und sie dachte ich muesste jetzt mal all ihre verwandten versorgen. da mussten wir leider getrennte wege gehen.

malindi liegt weiter suedlich und zeitlich vor lamu, aber: s.o.
der ort ist touristisch zu großen teilen in italienischer hand, der strand ist endlos und es gibt jede menge ressorts, die aber definitiv nicht alle ihre sterne verdienen. war grad keine saison und so war es ziemlich ruhig. hier hat sich die russenknastgeschichte ereignet und ich hab meinen padi open water tauchschein gemacht, bei stefano, dem, klar, italienischen tauchlehrer. guter typ.

diani beach is voll mit ressorts, der strand is aber sauschoen. ich war in stilts eco lodge, die mitten im wald liegt und einige der huetten sind auf baeumen angebracht, was ziemlich cool ist. auch hier: keine saison und deshalb ruhig. sonst kann man hier ziemlich viele aeltere europaeische damen und junge schwarze beachboys antreffen. sextourismus mal umgekehrt. dazu gibt es nen dokufilm, den ich mal gucken wollte, der aber etwas ueberzogen sein soll. hab ich grad gegoogelt: heisst: „paradies liebe“ und is doch keine doku, sondern ein inszenierter film. na mal sehen, ob das muss. egal. ich hab nur einen rentnerclub mit etwa halb so alten afrikanischen damen gesehen, das war auch schon schraeg. die oesterreicherin kerstin geyer hat mir dann den delfintrip in wasini / shimoni klargemacht. kerstin is ne gute, bei der kann man buchen und sie hat mich noch ein bisschen rumgefuehrt.

in shimoni haben mich ihr schiffskapitaen und sein kumpel dann bei sich untergebracht, mir den tollen delfintrip mit ner spitzencrew organisiert und ich hab noch ne runde mit dem lokalen fussballteam gezockt. jetzt weiss ich auch wieder, warum ich das nicht mehr mache. hat ich alles weh.
und das war dann auch die letzte station in kenia, denn von da gings nach tansania, mit der ueberfahrt auch dem containerdhow nach pemba.

Wo soll es hingehen?

Da die potentiellen Herbstferienbesucher keine Anstalten machen, ihre Reisepläne zu präzisieren, bin ich wohl auf mich gestellt und kann dann auch selbst planen. Und ihr dürft mitentscheiden, damit das ganze mal ein bisschen interaktiver wird, hehe.

Also, mein Flieger geht Anfang November von Johannesburg (Südafrika) nach Bangkok (Thailand). Wie ich dahin komme, ist noch offen.

Im Moment bin ich in Lamu (Kenia), sauschön. Morgen fahr ich Richtung Mombasa, dann weiter nach Zansibar (Tansania), wo ich ein bischen ausspannen will. Dann bleiben gut drei einhalb Wochen.

Option a:

Einmal quer durch den Kontinent, Viktoriafälle gucken, dann Namibia runter (Wüste!) bis Kapstadt (Südafrika) und dann die Küste hoch bis Johannesburg.

Option b:

Einfach weiter die Küste runter durch Mozambique. Strand, portugiesisch. Dann Küste ganz durch bis Kapstadt und zurück nach Johannesburg.

Meinungen? Am liebsten begründet! (Kommentare)

Inventur

P1010742

knapp eineinhalb monate unterwegs:

– 50000 im casino verzockt (zum glück nur ugandische shillinge)

– Rolex gekauft (= rolled eggs, spiegelei in chapati, 50 shillinge)

– Hosenbeine meiner für alle Wetterlagen Zip-Off scheissteuren Hose verloren

– Sonnenbrille im Arsch, neue gekauft

– Schokomädel geknutscht (Prostituierte? Wollte kein Geld), kein großer Unterschied

– mindestens 1000 km Buckelpiste gefahren

– altes Nokiahandy geschenkt bekommen (super Ton)

– Kamera runtergefalen, irgendwas is kaputt und hab nen Testbildscreen, können die hier aber nicht flicken, weil fehlende Ersatzteile und Geräte und kein Panasonic-Support (zum Glück hab ich noch mein Smartphone zum Bilder schießen, Reperatur dann in Südafrika, hoffentlich)

– eigenes HTC Smartphone Display gecrasht, Korrektur: verloren oder geklaut  (P.S. noch nicht abbezahlt), Für Fotos bleibt die Roley Bullet, alles Weitwinkel, bäh

– ein Paar Socken weg

– kein Mal sturzbetrunken (!?), wirklich

– elektrischen wiederaufladbaren Tennisschläger Moskitokiller gekauft (prizeless, aber dumm zu schleppen)

– mindestens 50 Stunden der einzige Weiße im Umkreis von 25 km gewesen

– ca. zweimal die Woche Dünnpfiff, aber noch nicht gekotzt

– größter Verhandlungserfolg: ein Zehntel des vorgeschlagenen Muzungo-Preises

Ich sach mal: Läuft!