Archiv der Kategorie: Asien

Sri Lanka

10 Stunden Transit. Visum is für umme, also rein ins Land und ran an den Strand. Kontemplation über die Ereignisse der letzten Monate. Denkste, viel zu müde. Andermal.

 

Aber der Länderpunkt zählt. Zack!

 

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Abi

and then this happened …

 

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Manche Menschen verdienen einfach eine besondere Widmung.

Ich treffe Abi um 6 Uhr morgens im Eden Cafe. Und irgendwie plappern wir los und dann sitzen wir im selben Taxiboot und am nächsten Tag gehen wir ein Bier trinken und es wird saulustig.

Und weil ihre Freundin nen Knall hat, kommt sie mit nach Koh Tao und wir hängen drei Tage ab. Und alle Typen gratulieren mir und gucken mich an, als hätte ich grad im Lotto gewonnen.

Whatever.

Mit Abi ist es saulustig, weil sie so schön überzeugt von sich ist und weil sie so gar nicht zu mir passt, weil sie sich viel zu lange schminkt und wie sie falsche Wimpern trägt. Und weil sie einfach liebenswürdig ist. Und weil. Weil halt. Aber das istmir ja unterwegs schon öfter passiert, dass ich auf Leute treffe, mit denen ich normalerweise nichts zu tun hätte. Und immer war es lustig und immer war es neu. Und so ist es hier auch. Und wenn man unter Tussi nachschlägt, findet man Abis Foto. Und trotzdem is sie ganz dick unterstrichen in meinem coolen Buch.

Länger als drei Tage wärs bestimmt auch nicht gut gegangen, aber die drei Tage waren ein Spaß.

Leider bin ich zu blank, um noch über Dubai nach Hause zu fliegen, denn das hätte mich schon interessiert. Und mit nem local guide ist es ja auch immer nochmal besser. Denn die gute Abigail vertickt Immobilien in Dubai. Yep! Genau! Krass!

Und dann guck ich zum Spass mal ihr Facebookprofil. Oder besser: Ihre Profile!

Und ich denk noch so, wer hat denn 4000 Freunde und 1000 Follower? Scheint so, als stimmt das alles, was sie erzählt hat. It-Girl in Leeds, Modezeug und Moderation und jetzt Dubai. Go Abi! The Pink Life. Unterschiedliche Menschen. Käm ich, glaub ich, nicht drauf klar. Aber so wars lustig.

Machs gut, Abi. 20 years till fugly. At least 😉

 

 

 

koh tao – advanced diving dingsbums

ich Treff mich mit peter auf koh tao – good to be back ;-), sadly no time for the easy bar – und wir machen zusammen den advanced open water adventurer ssi padi weiss der teufel. Nachttauchgang, Wracktauchen, Navigation, Auftriebübungen und noch was. Bestanden. Gl+ckwunsch Peter. Und mir, na klar, auch. Und danke an Mitty von Roctopussy Diving. Hat mich zwei Tage lang nur beleidigt, sogar unter Wasser. Aber egal. Guter Mann.

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Koh Phangan Partyinsel – Tanzen als ob keiner guckt

 

Oliver Koletzki feat. Fran – Hypnotized

https://www.youtube.com/watch?v=OAUx74-Ni50

(zweites browserfenster öffnen und parallel zum lesen und gucken hören. weiß auch nicht warum die einbindung in den blog grad nicht funzt, sorry)

 

 

 

(Hook)

Alles endet, aber nie die Musik! (4x)
Wir wollen nur spielen!
Lass uns spielen (2x)
Wo die guten Kids an schlechten Orten
Ohne Hoffnung, ohne Sorgen, nasenblutend, 6 Uhr morgens, fliehen
Zu dem Beat
Alles endet, aber nie die Musik (2x)
Alles endet (3x)
Aber nie die Musik

Caspar, Alles endet (aber nie die Musik)

Koh Phangan ist die thailändische Partyinsel. Das geb ich mir zum Schluss mal ne Woche. Montag Boat Party, Dienstag Pause, Mittwoch Waterfall Party, Donnerstag Jungle Party, Freitag, der 13.: Full Moon Party, Samstag Spanien – Holland.

Die Hälfte ist gut, die Hälfte ist Schrott und der beste Platz ist die Afterhour im Eden Cafe, die wirklich großartig und nur mit dem Wassertaxi erreichbar ist, und mit Abstand die besten beats und vibes liefert. Und die beste Hängematte der Welt mit elektronischen Klängen von Peter und Sabrina (!) und Sonnenaufgang am Strand.

Ich habe zwei Cliquen an unterschiedlichen Tagen:

Die deutsch-österreichische Kochtruppe Anjo, Christian und Max (hier mit Peter und Lili)

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und die United Kingdom Crew Max, Christian, Hugo, Kate, Lili und Co.

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Vorm Tanzen gibts meist Kinderparty mit Anmalen, Luftballons, Pilzgerichten und wenns klemmt, schreien alle Mach Doch Mal Auf. Dazu läuft als loop manchmal „Lucy in the Sky with Diamonds“ von den Beatles. Engländer halt.

Tolle Leute, großer Spaß, wehe Füße. Die wollen nur spielen.

Manchmal knipsen die Phangan Profis, und einmal nehme ich die Knipse selbst mit. Hallo Hunderttausend, Bewerbungsmaterial als Trierer Nachtleben-Fotograf.

The Kids are alright. Beautiful hedonists 😉

 

Runde eins:

 

 

Round two:

 

 

Und die Afterhour im Eden Cafe.

 

Musik von Peter, DJ im Eden Cafe

 

http://www.mixcloud.com/petergphangan/01022014-a-few-hours-of-me-for-you-no5/

 

Myanmar – Rückschau, Vorschau

Eigentlich wollte ich jetzt nach Vietnam Myanmar aufbereiten, weil ich noch nichts dazu geschrieben hatte und weils dann chronologisch dranwäre. Beides vor der Unfallpause. Aber leider ist meine Festplatte schon zu Hause, weil ich sie in Cairns im Hostel vergessen hatte und die sie zu meinen Eltern geschickt haben. Und ohne Fotos fang ich jetzt nicht an mit Myanmar, denn das war richtig gut und ich hab viele tolle Bilder. Reich ich also nach, ganz am Schluss.

Hier ein kleiner Appetizer. Eins meiner Lieblingsbilder.

Rückblick – Vietnam 3: Asiatische Kids und Fremdsprachen

Nur kurz eine Bemerkung aus fremdsprachendidaktischer Sicht.

Ich hatte schon geschrieben, dass ich mich sehr gewundert habe über die – zumindest aus meiner subjektiven Erlebenswelt und Sicht – relativ schlechten Englischkenntnisse der Japaner. Gründe hatte wir auch schon diskutiert. Inselmentalität, fehlende Notwendigkeit (?), viel wichtiger aber Schüchternheit und Angst Fehler zu machen und das Gesicht zu verlieren, vor allem aber auch die Fremdsprachendidaktik, die sich scheinbar noch immer an Auswendiglernen und Musterlösungen und Standardsätzen und -floskeln orientiert und von teils selbst schlecht ausgebildeten Nichtmuttersprachlern betrieben wird.

In anderen asiatischen Ländern, gerade in den touristischen Destinationen ist das Level wesentlich besser, wenngleich das wahrscheinlich in irgendwelchen ländlichen Gebieten dann wieder anders ist.

Worauf ich hinaus will ist: Der Ansatz ist immer ein kommunikativer. Klar, einige stammeln ihre üblichen Verkaufsfloskeln und ja klar, mit dem Grund etwas zu verkaufen. Aber in Myanmar z.B. spricht mich ein ca. 15-16 jähriges Mädchen an und will Bücher verkaufen. Wir quatschen ein bisschen und sie spricht fließend Englisch. Ich frag sie, wo sie das gelernt hat, in der Schule? Nein. Ausschließlich durch Gespräche mit Touristen. What!? Richtig krass. Am liebsten hätt ich ihr gleich das Studium finanziert, denn die war richtig aufgeweckt, aber wegen boyfriend und der Notwendigkeit die Familie finanziell zu unterstützen scheint ihr weg in Myanmar leider ein bisschen limitiert.

In Ho Chi Minh geh ich die Straße am Park entlang und überall sitzen Gruppen von Jugendlichen, die Touristen ansprechen und sie bitten, ob sie nicht fünf oder zehn Minuten einfach Englisch mit ihnen sprechen könnten. Einfach so, aus Interesse, zum Üben. Sprechen, sprechen, sprechen mit Muttersprachlern oder anderen Touristen.

Man stelle sich mal vor, meine 10te Klasse hockt sich in Trier auf den Hauptmarkt und bittet französische oder englische Touristen einfach mal 10 Minuten mit ihnen zu reden. Not gonna happen.

Ich setz mich also mit denen hin, 7-8 Leute, und ich soll erzählen, wo ich herkomme und was ich mache und dann dürfen alle Fragen stellen und ich frage zurück. Ist echt lustig und interessant.
Und neben dem Sprachlernen gibts gleich noch Landeskunde und kulturelle Unterschiede und so dazu. Und die Themen die interessieren, nicht die aus dem Lehrbuch.

Ganz oben auf der Agenda: Zwischenmenschliche Beziehungen in verschiedenen Kulturen. Dass man in Deutschland so spät oder gar nicht heiratet und Kinder bekommt ist ein Riesenthema. Für die vietnamesischen Jugendlichen war das in weiten Teilen sehr erstrebenswert, sehen sie sich doch da dem Druck ihrer Elterngeneration ausgesetzt, zu heiraten und eine Familie zu gründen, haben auf der anderen Seite die ganzen rolemodels aus der westlichen Medienwelt und in Ho Chi Minh auch die Chancen einer aufstrebenden Ökonomie, sich anders zu verwirklichen.

In Afrika, wo mich in Kenia auch einige Jugendliche baten, mit ihnen Englisch zu sprechen, ist dieses Lebensbild noch viel schwerer nachvollziehbar. Über 21 unverheiratet und kinderlos zu sein, ist da für viele schwer vorstellbar.

Zurück nach Vietnam. Was immer auch Thema ist, weils in diesem Hinblick wohl auch nur ganz wenig Aufklärung gibt, ist Sexualität. Da wird dann gegickelt und gegrinst, aber das wollen die Kids da genauso wissen wie überall, und das Internet gibt ihnen da scheinbar Einblick in eine Welt, die vielen als reine Fiktion erscheint. Wie ist das mit One-Night-Stands in Europa. Selbstbestimmte Sexualität von Frauen? Große Augen. Oralverkehr? Igittigitt.

Mein Kumpel Ed hatte die gleichen Gespräche in China und der ca. 30 Jahre alte Lehrer stellte die meisten Fragen 😉

In vielen afrikanischen Ländern, ist die Vorstellung, dass die Frauen beim Sex auch Freude haben könnten komplett neu, insbesondere bei den Frauen.

Und so sind diese Gesprächsrunden nicht nur lustig und interessant, sondern aus sprachdidaktischer Sicht pures Gold und darüber hinaus im Idealfall auch noch mit nem kulturellen Austausch jenseits von Vorurteilen und Klischees und nem emanzipatorischen und im Zweifelsfall sogar politischen Unterton gesegnet.

Und die wollen was lernen, das ist ja so geil, wenn man zu Hause in der Schuhe manchmal gegen Wände labert.

Ich werfs ja keinem vor. War in der Schule ja auch keine Sprachleuchte. Mein Englisch kommt doch außer den Basics dann auch zu 70% aus Filmen und Songs, dem Interesse an der amerikanischen Populärkultur und Reisen und Kommunikation mit Leuten. Eben!

Und da alle Deutschen angeblich so gut Englisch sprechen is ja auch mal ein Mythos. Manchmal hört man das und es gibt ja auch viele, die richtig gut sprechen. Aber die breite Masse ja nun auch nicht. Und so krieg ich dann sogar manchmal zu hören ich spräche aber gut – für einen Deutschen, hahaha. Naja, immer noch besser als Franzosen, Spanier oder Italiener ;.)

Am Ende krieg ich sogar noch einen Schal geschenkt, aus Dankbarkeit für die Zeit, die ich geopfert hab. Dankeschön.