Archiv der Kategorie: Neuseeland

Danke, Jungs!

Zweieinhalb Wochen Auckland waren richtig gut. Es war gar keine große Diskussion, wo pennen und was tun und so weiter. Ich hab mal bei Christian gepennt und mal bei Mathias und das war einfach selbstverstaendlich. Danke fuer die Gastfreundschaft Maenners. Und sonst haben wir tatsaechlich nicht großartig viel unternommen und sind auch nur zweimal weggegangen, und trotzdem hatten wir richtig gut Spass.

Meistens sind wir einfach nur bei Chris in der Küche und im Garten gewesen, haben gekocht und getrunken und ueber alte und neue Zeiten gequatscht, haben über Zukunftsplaene visioniert, haben gelacht, haben gestritten, haben geschriehen, haben uns umarmt, naechster Gang und wieder gelacht und noch ne Flasche aufgezogen. Trierer Temperament halt.

Dass ich noch das Auto hatte war gut, weil das von Mathias gerade kaputt war und er fuer seinen Lieferservice natuerlich ein Auto braucht. Also hab ich morgens oft mit ihm die Menues vorbereitet und wir haben die Essen ausgefahren – wie frueher als Zivi, hahaha.

Bei Chris gabs immer frische Hühnereier und Feijoas und ich hab dann die Hausfrau gespielt, wenn er arbeiten war.

Hoert sich alles unspektakulaer an, aber es war einfach nur gechillt und entspannt, wie es halt ist mit alten Freunden.

Merci Jungs und alles Gute fuer euch und eure Plaene. Es haette nicht besser sein koennen. Bis in ein paar Jahren, wer weiss wo!

 

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perfect weekend

Überragendes langes Wochenende.

Am Mittwoch schaffen wir es tatsächlichg zum ersten Mal alle drei (Matz, Chris und ich) zusammen vor die Tür und mampfen mit Matthias was in Kingsland und trinken ein paar Bier. Nachdem die ernsthaft und früh morgens arbeitende Bevölkerung sich verabschiedet hat, fahr ich mit Matz noch nach Ponsenby und wir sehen in der einzigen Kneipe die noch auf hat eine großartige Band die auf engstem Raum unter anderem eine Version von Pharrells „Happy“ hinlegt, die das Lokal in Scherben zurücklässt. Als wir um 2 heimkommen setzen wir noch den signature dish des „Wooden Spoon“ auf: Pulled Pork für richtig geile Taccos.

Am Donnerstag treff ich Beth, die ich in Südafrika ständig beim Traveln getroffen habe und die jetzt temporär in Auckland arbeitet, und wir quatschen ein bisschen, was so passiert ist in den Monaten zwischendrin.

Am Freitag rocken wir Auckland. Zuerst, wie könnte es anders sein, lecker Essen bei Matzes ehemaligem Arbeitgeber, dem wundervollen „Depot“ direkt unter dem Skytower in Skycity. Sechs Gänge vom Feinsten und davon zwei aufs Haus, merci! Mit dabei Tim und Mike. Erster nett, zweiter Spitzentyp. Danach bringt uns Matz aka ich kenne in jeder Lokalität in Auckland Türsteher, Bedienung und Manager in Charge an allen Schlangen vorbei in die guten Läden. Hab ich bis heut noch nicht geschafft in Trier, haha. Bier unter freiem Himmel mit Rock- und Surfmucke (!) im „Golden Dawn“ und danach DJ Vadim im „Ponsenby Social Club“ mit der Hipstercrowd im Gentrificationckiez. Um sechs Uhr morgens nippen wir noch bei Matz den Absinth leer und staubsaugen bis alle abnippeln.

Samstag is back to the roots. Wir fahren zu einer Draußenparty von Freunden, die sich als Mini-WaldWiesenWenzel herausstellt. Außerhalb von Auckland gen Westen lebt ein ganz eigener Schlag Neuseeländer die für ihre Bodenständigkeit und Gelassenheit, aber auch ihren Feierenthusiasmus jenseits allen Trendgehabes bekannt sind. Die Westies. Und stolz sind sie auch noch drauf. Kumpel und Mitveranstalter Danny hat zum Zeichen des Lokalpatriotismus ein Himmelsrichtungenkreuz mit viermal W für Westen tätowiert. Eine Reise in die Vergangenheit und wiedermal der Beweis dafür, dass die Dorfjugend einfach am besten feiert. Beachvolleyball, Eistruhen voll Bier, Grillen und einfach mal den Proberaum ausgeräumt und jeder, der kann ist Band und alle anderen tanzen. Mikes Freundin (nach dem Hin und Her der naechsten Tage sag ich mal: Status ungewiss) Bruna ist mit am Start und ein Haufen bekloppter Neuseeländer. Da rennt schon mal einer am hellichten Tag nackt beim Finale übers Volleyballfeld oder wird in ner Tonne hinter nem Auto hergezogen. Wie früher auf Rock am Ring. Am Ende landen wir bei Dannys und Aimee zuhause in der Villa im Sprudelbad und chillaxen unterm Sternenhimmel. Krönender Abschluss. Die großartigen Eltern, die den ganzen Abend mitgefeiert haben, haben uns eingeladen und wollen ihre Tochter gleich noch mit Matz verheiraten. Neuseeländische Gastfreundschaft.

Der Sonntag beginnt mit einem ausführlichen Frühstück. Dann wird die Heirat abgesagt. Vielleicht ein andermal, haha. Und auf gehts nach Muriwai zum Strand mit schwarzem Sand. Bruna gibt ne Yogasession und wir hauen uns in die Wellen, bevor das perfekte Wochenende auf dem Balkon des Chinarestaurant Kanton in Kingsland mit Bergen von Calamari, Garnelen und Fish ausklingt.

Mit Mike und Bruna treffen wir uns noch oefter und fahren zum Strand oder gehen etwas essen. Und Bruna veranstaltet auch noch eine Yogasession fuer uns, bei der sich schnell herusstellt, dass wir alle steif wie alte Opas sind. War trotzdem lustig und hat auch gut getan. Und dann wehgetan die naechsten zwei Tage 😉

Telefonfotos in nicht chronologischer Reihenfolge.

Auckland, finally

Nach gut fuenf Wochen, in denen wir mit unserem treuen Gefaehrt ohne groeßere Probleme die komplette Suedinsel und einen großen Teil der Nordinsel befahren haben, erreichen wir letztlich Auckland, die mit Abstand groeßte Stadt Neuseelands. Direkt am Meer gelegen, sehr gruen und flaechig liegt sie da und das erste und einzige Mal geraten wir tatsaechlich in einen Stau.

In Auckland wohnen zwei alte Kumpels aus Saarburg und Freudenburg. Mathias hats vor sechs oder sieben Jahren fuer ein Austauschsemester hierher verschlagen und dann kam ne Frau ins Spiel und nach einer Zeit zurueck in Deutschland lebt er jetzt schon seit einigen Jahren wieder hier und arbeitet als Koch in eigenen Leferservice „The wooden spoon“ bzw. als Graphikdesigner/Artdirector fuer Werbeagenturen. Christian ist nach laengerem Asienaufenthalt irgendwann bei Matz auf der Couch aufgeschlagen. Dann hat er, als deutscher Schreinermeister nicht so schwierig, nen Job gesucht, sich in der Firma hochgeschlafen, aeh, gearbeitet und is jetzt in einer fuehrenden Position. Dann kam ne Frau ins Spiel und jetzt wohnt er in nem kleinen Haeuschen mit Huehnern und Feijoa-Baum (!) in der Vorstadtidylle. Als wir ankommen, weilt er mit der Liebsten noch in Brasilien und Matz lotst uns per Telefon zu Christians Haus, wo wir erstmal pennen koennen. Sauwer.

Der Empfang ist gleich komplett großartig, denn erstmal ist es geil, Mathias nach ein paar Jahren mal wieder zu sehen, und zweitens kocht er direkt mal ein Vier-Gänge-Menu und dazu trinken wir drei Flaschen Wein zu dritt. Nach sechs Wochen Nudeln mit Tomatensoße ist das natuerlich ueberragend und auch Romain kriegt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, wenn Mathias eine Koestlichkeit nach der anderen zaubert – auch wenn er innerlich mit sich hadert, weil wir sein Budget schrotten, hahaha.

Zwei Tage spaeter kommt Christian an, waherend seine holde noch drei weitere Wochen in Brasilien bei der Familie weilt, sodass ich sie leider nicht sehen werde. Christian ist im Grunde der Typ, der mich ein bisschen mit dem Reisefieber angesteckt hat, weil er damals der erste aus unserer Ecke war, der alleine ne Weltreise geplant hat, so vor 10 Jahren oder so, und mit dem ich meine erste groeßere Tour nach Thailand gemacht hab. Auch schon ewig nicht mehr gesehen, aber ein Blick, ein Witz und direkt sind wir wieder drin.

Mit Romain verteil ich in den Hostels der Stadt noch Flyer fuer den Autoverkauf und geb ihm einen Anteil des Kaufpreises und dann wird es Zeit auf Wiedersehn zu sagen, denn fuer ihn gehts weiter nach Australien und dann noch weiter zu unbestimmten Desinationen. Machs gut, Kollege, war ne gute Zeit.

Mehr aus dem Norden

Die Chronistenpflicht erfordert es, dass ich die weiteren Ereignisse der Nordinselreise knapp darstelle 😉

Bin mir grad bei der Reihenfolge nicht ganz sicher, aber ich glaube zuerst haben wir uns die Waitomocaves angeguckt. Abseilen, mit dem Autoreifen durch die unterirdischen Stroeme treiben, durch enge Hoehlen klettern (caving), Gluehwuermchen gucken und dann wieder rausklettern. War schon nett, aber nicht ueberragend, denn ich hab mich schon tiefer abgeseilt, musste schon steiler klettern und die zwei kleinen kraxelpassagen waren aehnlich unterfordernd wie der unterirdische Strom eher ein Baechlein war, so dass die Guidetante uns am Gummistiefel ziehen musste. Wenig Wasser halt. Die Gluehwuermer waren aber cool. Die sind nicht so wie unsere und schwirren umher, sondern haengen wie Faeden von der Decke und wenn man Krach macht, wirds hell in der Tropfsteinhoehle, wie ein Sternenhimmel.

waitomocaves

Unsere letzte Wanderung war der Tongariro crossing. Also einmal durchs teils aktive Vulkangebiet mit Vulkankegeln, -seen undundund. Mt Doom aus Herr der Ringe haben wir natuerlich mit viel Muehe bestiegen und mit wenig Muehe gings wieder runter. Und am Ende mussten wir rennen um den Transferbus zu kriegen. 8 Stunden Vollgas, richitg gut. Nach der Anstrengung entspannen wir im natuerlichen Thermalpool. Das tut richtig gut.

tongariro crossing

Dan gehts nach Roturua oder sag ich besser Stinketown. Denn der Eirige Schefelgeruch ist sehr gewoehnungsbeduerftig. Wir lernen, wie die Moari in den alten Zeiten, aber teils auch noch heute mit der Erdwaerme kochen und wie sie zu Beispiel Koerbe und Roecke aus natuerlichen Materialien herstellen. Zudem hoeren wir traditionelle Gesaenge und ich sehe meinen ersten „Haka“, den traditionellen Kampftanz, den auch die neuseelaendische Rugbymannschaft vor jedem Spiel zelebriert. Und einen Geysir haben sie auch noch im Dorf. Na dann.

Roturua

Als naechstes gehts zum Strand. Ich lasse Romain zurueck, weil er nicht mit auf die Hausparty bei den Freunden der netten drei Maedles aus Wellington will (!). Es wird ein lustiges Wochenende in Gisbourne.

Gisbourne

Anschließend fahren wir über Whakatane auf die Coromandel-Halbinsel und machen nen kleinen Surfstop.

Coromandel

Auf zum Hot Water Beach, einem Strand, unter dem in Teilen heisse Stroeme verlaufen, so dass man sich seinen Hotpool schaufeln kann. Machen auch sehr viele Menschen! Aber aufgepasst. Die Temperaturen koennen teilweise bis 90 Grad Celsius betragen, so dass man sich die Fuesse verbrennt. Zur Abkuehlung springt man dann ins tosende Meer mit richtig hohen Wellen. Ne Meerjungfrau haben wir auch noch gefunden.

Hot Water Beach

Zum Schlafen landen wir bei einem abgelegenden großartigen Pizza-Kneipen-Gewerbe. Das beste: Es gibt alles aus der großartigen Frucht Feijoa. Viez, Schnaps, Eis, Tee, Kuchen und oben drauf die komplette Geschichte der Frucht und der Umgebung vom lustigsten und am schnellsten redenden Wirt, den ich je erlebt habe. Redet wie ein Maschinengewehr und das in bis zu 10 Sprachen durcheinander und dazu gibts ein Testing durch alle Selbstgebrannten die sie haben und frei campen darf man auch noch, wenn man ne Pizza isst, die superlecker ist.

Dann gehts endlich nach Auckland zu Mathias und Christian. Darueber schreib ich dann ein andermal.

Fuege hier aber noch das Pasifika-Festival ein, das ich in Auckland besucht habe als Christiane aus Gisbourne langkam, als die anderen Maedls auf dem Junggesellenabschied ihrer Freundin waren. Auf diesem Festival praesentieren die Bewohner der verschiedenen Suedseeinseln und die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, ihre Kulturen. Ein tolles, buntes Festival mit Musik, Tanz und Essen. Seht selbst.

Pasifika-Festival

 

abigruesse

mit grosser begeisterung durfte ich erfahren, dass fast alle mpgler das abitur bestanden haben, einige mit bravour, andere mit glueck, egal. herzlichen glueckwunsch an euch alle. und mein mitleid an die, bei denen es nicht geklappt hat. es war ein toller jahrgang von denen ich einige in mittel- und oberstufe in erdkunde und deutsch unterrichtet habe. hat immer grossen spass gemacht, weil klasse leute dabei waren.

deshalb hab ich mich besonders gefreut, dass eine anfrage fuer eine kleine grussbotschaft von unterwegs kam, die an der abifeier praesentiert werden sollte und wurde. und so hab ich auf matzes probook in eineinhalb nachtsessions was zusammengebastelt. danke fuer den technischen support vor ort an hanni und gesche.

alles gute, kinners.

motto des jahrgangs: circus halligalli oder abigalli?

und deshalb aus der kategorie: wenn ich (du) ihr waere …

stop a mate from driving drunk – bloody leeegend

um mal ein bisschen einblick in den neuseeländischen akzent und die humorvolle art des umgangs mit problemthemen zu geben hier zwei werbungen zum thema nicht betrunken oder bekifft fahren und rumrennen. hier wird halt viel konsumiert und weil viele auf dem dorf oder ner farm wohnen wird auch oft das schrottauto oder der getunte amischlitten benutzt. deshalb: be leeegend, bru!

legend

blazed

shopkeepers