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koh tao – advanced diving dingsbums

ich Treff mich mit peter auf koh tao – good to be back ;-), sadly no time for the easy bar – und wir machen zusammen den advanced open water adventurer ssi padi weiss der teufel. Nachttauchgang, Wracktauchen, Navigation, Auftriebübungen und noch was. Bestanden. Gl+ckwunsch Peter. Und mir, na klar, auch. Und danke an Mitty von Roctopussy Diving. Hat mich zwei Tage lang nur beleidigt, sogar unter Wasser. Aber egal. Guter Mann.

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Pol Pot and the Killing Fields

In Phnom Penh stand heute nach Nachtbusanreise im Minibett das düsterste Kapitel Cambodianischer Geschichte an (und da gibt es einige) – die Terrorherrschaft des Despoten Pol Pot.

Kambodscha hatte schon vor Pol Pot und dem Bürgerkrieg schlimme Zeiten hinter sich. Siam, das heutige Thailand, und Vietnam lieferten sich einen Krieg auf kambodschanischem Gebiet was Frankreich dazu bewog, zu intervenieren und Kambodscha zu kolonialisieren. Zusammen mit Laos und Vietnam entstand Indochina. Im zweiten Weltkrieg marschierten die Japaner in Kambodscha ein und zwangen König Sihanouk die Unabhängigkeit auszurufen. Nach eine kurzen Ruhephase putschte das Militär den König aus dem Land und  Kambodscha wurde in den Vietnamkrieg hineingezogen, weil der Vietcong Kambodscha für Truppenbewegungen und den Transport von Militärgütern nutzte. Aus diesem Grund bombardierten die USA Kambodscha seit 1969. Obwohl der Militäreinsatz von Kriegsreportern und politischen Beobachtern als „Sideshow“ betrachtet wurde, starben ca. 500000 Menschen und über Kambodscha wurden angeblich mehr Bomben abgeworfen als über Vietnam. Nach dem Ende des Vietnamkrieges herrschten katastrophale Zustände im Land udnd die Menschen hatten kein Vertrauen in die Regierung.

In dieser desolaten Situation kehrte ein gewisser Pol Pot vom Studium in Frankreich zurück, wo er sich den Kommunisten angeschlossen hatte und wollte die Ideen Maos und seiner Kulturrevolution auf Kamboscha übertragen. Überzeugt vom Klassenkampf und vom Führungsanspruch der der Bauern und Arbeiter und der moralischen Verderbtheit der Städter und des Kapitals scharte er wie alle Diktatoren junge, ungebildete Männer und in diesem Fall einige „Linksintellektuelle“ um sich (die er dann später großenteils alle ermorden ließ) und rief das „Jahr Null“ aus, mit dem Ziel der Moderne und ihren Auswüchsen zu trotzen, das Kapital zu zerschlagen und eine reine kommunistische Gesellschaft zu schaffen, das sogenannte „alte Volk“. Auf in die Vergangenheit!

So marschierte er mit seinen Khmeer Rouge (Khmeer = dominiernder Volksstamm in Kamboscha, rouge = Kommunisten) in Phnom Penh ein und innerhalb von drei Tagen wurde die Stadtbevölkerung aufs Land in die Dörfer ihrer Vorfahren umgesiedelt und zu Zwangsarbeit (aka gemeinnütziger Landdienst fürs Volk) verurteilt. Schulen wurden abgeschafft, Polizei entmachtet, Religion verboten, Familien zerschlagen und absoluter Gehorsam gegenüber Regime und Ideologie eingefordert. Mit steigender Angst und Paranoia wurde dann jeder umgebracht, der der Revolution gefährlich werden konnte. Intellektuelle, Lehrer, Ärzte, Städter, Brillenträger, Menschen, Fremdsprachenkundige, ehemalige Verbündete. Das Denunziantentum feierte fröhliche Urständ, Geständnisse wurden mit üblen Foltermethoden erpresst und in 3 Jahren, 8 Monaten und 20 Tagen hatte das Rote Khmeer-Regime 3 Millionen Menschen ermordet. Da Kambodscha nur eine Bevölkerung von 8 Millionen hatte, nimmt Pol Pot im Diktatoren-Quartett bei der Tote/Bevölkerung locker Platz 1 vor Hitler, Stalin und Mao ein. Da die Grenze zu den Feinden Vietnam und Thailand vermint war und nur Diplomaten einreisen durften, bekam die Weltbevölkerung davon auch lange (angeblich) nichts mit.

In Phnom Penh gibt es zwei zentrale Orte der Aufarbeitung.

Zum einen das Tuol Sleng Genozid Museum, ehemals bekannt als S-21 Foltergefängnis. Hier starben zwischen 14000 und 20000 Menschen, nur sieben Überlebten. Hier wurden Geständnisse erfoltert. Im Vergleich zum Stasigefängnis in hohenschönhausen ist das – ohne den Opfern des DDR-Regimes zu nahe treten zu wollen – noch mal eine Nummer krasser und nähert sich eher einem Konzentrationslager, wenn auch in kleinerem Rahmen oder den Foltergefängnissen Ceaucescus. Anstelle weiterer Ausführungen ein paar Fotos:

Vor den Toren der Stadt gibt es eine weitere zentrale Gedenkstätte, eins der berüchtigten „Killing Fields“, von denen es in Gesamtkambodscha ca. 300 gab. Hier wurden die Menschen antransportiert,um systematisch ermordet zu werden, ich präzisiere mit Hämmern, Hacken und Stöcken erschlagen zu werden. Der Erdboden fördert in der Regenzeit noch immer Knochen und Kleidungsstäcke zu Tage. Am widerwärtigsten und abscheulichsten wohl der Baum, an dem Säuglinge zerschlagen wurden. Ohne Worte. Mit Bildern. Gegen das Vergessen.

Pol Pot starb übrigens, ohne, dass ihm je der Prozess gemacht wurde mit 82 Jahren. Selbst nach der Konterrevolution und der Aufdeckung der Gräueltaten wurden die Khmeer Rouge, zu diesem Zeitpunkt eine Untergrund-Guerilla-Gruppierung, aus geopolitischen Interesse und Völkerrechtsblabla u.a. von Deutschland, denBriten und den USA als die legitime Vertretung Kambodschas anerkannt und erhielten einen Sitz bei der UN. Achso.

So weit, so knapp, hoffentlich weitgehend historisch korrekt.